Schule – Vorbereitung auf das Leben?

Die Schule ist eine Institution, die Kindern und Jugendlichen Bildung vermitteln soll. Doch was genau versteht man unter dieser zu vermittelnden Bildung?

Für viele bedeutet Schule eine Vorbereitung auf das spätere Leben. Daraus würde folgen, dass an Schulen Wissen vermittelt wird, welches man im späteren Leben braucht. Ist dies wirklich der Fall? Ich kann mich nicht daran erinnern, dass meine Eltern mir erzählt haben, dass sie nach ihrer Schulzeit wieder mal eine Gedichtanalyse geschrieben oder aber die Funktionsgleichung einer Parabel bestimmt haben. Selbstverständlich sind einige Grundlagen in der Text-bearbeitung sowie in der Mathematik die Voraussetzung für eine Spezialisierung in diesen Bereichen, dennoch gibt es auch viele andere wichtige oder sogar wichtigere Fähigkeiten, die später gefragt sind. Wie sieht es zum Beispiel mit Mietverträgen oder Steuern aus? Haben wir Schüler auch nur einen blassen Schimmer davon, was es damit auf sich hat? Nein, woher sollen wir es auch wissen, in der Schule lernen wir es jedenfalls nicht – noch nicht einmal den grundlegenden Umgang mit Programmen wie Word und PowerPoint. Schon ab der fünften Klasse werden solche Fähigkeiten vorausgesetzt und somit ist das Erlernen den Schülern selbst überlassen. Dies ist nun eindeutig nicht der Sinn von Schule.

Trotz alledem sollte jeder Schüler und jede Schülerin sich glücklich schätzen, in die Schule gehen zu dürfen und vor allem zu können, da nicht jedes Kind die Möglichkeit dazu hat oder hatte. Es bringt niemanden weiter, über Probleme zu klagen, wenn man nicht handelt. Ergreift eure Chance und fragt beispielsweise in der nächsten Politikstunde nach der genauen Bedeutung von Steuern. Es ist nur ein winzig kleiner Schritt in Richtung Verbesserung. Jeder kann etwas bewegen.

Eva, Klasse 9.

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