Bundestagswahl 2017

Jim, Redakteur im Ressort Politik, über die Lage kurz vor der Wahl

Bald ist es wieder soweit. Am Sonntag, dem 24. September 2017 gehen Millionen an die Urne. Aber nicht etwa, weil dann Totensonntag wäre, sondern weil in 299 Wahlkreisen wieder die 598 Mitglieder des deutschen Bundestages gewählt werden.

Doch wie funktioniert die Wahl eigentlich und wer darf wählen?

Im Grunde darf jeder wählen, der über 18 Jahre alt ist, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und seit mindestens drei Monaten in der Bundesrepublik wohnt. Jeder Wahlberechtigte hat dann zwei Stimmen: die erste Stimme für einen Direktkandidaten einer Partei in seinem Wahlkreis, mit der zweiten Stimme wird die Partei gewählt. Die Erst- und Zweitstimme müssen sich dabei nicht ergänzen. Das heißt, der Wähler kann z.B. den Direktkandidaten der FDP wählen, mit der Zweitstimme aber die CDU/CSU.

Der Bundestag

Ein verbreiteter Irrtum zur Bundestagswahl ist, dass hierbei der oder die BundeskanzlerIn gewählt wird. Das stimmt nicht ganz. Der Wähler hat mit seiner Stimme nur Einfluss auf die Zusammensetzung des Bundestages. Das neue Parlament wählt dann den oder die BundeskanzlerIn. Allerdings einigen die Parteien sich schon lange im Voraus auf ihren jeweiligen Spitzenkandidaten, der dann im neu zusammengesetzten Bundestag durch die Abgeordneten gewählt wird. Dadurch hat das Volk indirekt Einfluss auf die Wahl des Bundeskanzlers.

Und wer hat momentan die größten Chancen gewählt zu werden?

Angela Merkel, CDU
Martin Schulz, SPD

Nach aktuellen Umfragen wird Angela Merkel in eine vierte Amtszeit als Bundeskanzlerin gehen. CDU/CSU liegen nämlich bei 37 %. Zweite Kraft ist die SPD. Die Sozialdemokraten liegen momentan bei 24 %. Spannend wird es danach. AFD und Linke sind jeweils bei etwa 9 %, FDP und Grüne bei 8 %. Dazu muss jedoch gesagt werden, dass beinahe die Hälfte aller WählerInnen sich noch nicht sicher ist, wen sie letztendlich wählt. Offen bleibt noch die Frage, mit wem die Union im Falle eines Sieges koalieren wird. Neben der Fortführung der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD ist momentan auch die sogenannte Jamaika Koalition (CDU/CSU, FDP, Grüne) eine Option. Jedoch werden CDU/CSU nach Möglichkeit ein schwarz-gelbes Bündnis anstreben, also mit der FDP koalieren, sofern beide Parteien zusammen über 50 % der Stimmen erhalten. Eine Koalition zwischen CDU und der Linken bzw. CDU und AfD schließen die Parteien aus.

Jim, Klasse 9.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.