Eure Meinung zählt – oder nicht?! Ein Bericht zur Pressefreiheit weltweit

Medien – sie sollen uns informieren – etwa über Missstände, die Politiker kontrollieren, ob sie ihren Job auch richtig machen und dank ihnen können wir uns ein ausführliches Meinungsbild verschaffen. Gut, dass Pressefreiheit bei uns groß geschrieben wird. Man könnte meinen, dass sei doch selbstverständlich, doch ist das längst nicht überall so.

In Russland deckte die Menschenrechtsorganisation „Agora“ Maßnahmen, unter anderem viele Gesetze, auf, die kritische Medien im Schacht halten sollen. Der Staat kontrolliert so auch die Fernsehsender und Journalisten kritischer Medien müssen Gewalt und gezielte Anschläge fürchten.

Auch die Türkei, die zurzeit die meisten Journalisten gefangen hält, verhängte nach Anschlägen Nachrichtensperren. Nach Schätzungen sind 150 Journalisten inhaftiert, 170 Medien wurden verboten und 700 Presseausweise annulliert. Seitens der Türkei heißt es hingegen, sie habe lediglich 30 Journalisten in Haft.

Über die Pressefreiheit in Ungarn berichtet die Organisation Reporter ohne Grenzen, die sich für mehr Informationsfreiheit weltweit einsetzt, Folgendes:

Ministerpräsident Viktor Orbán und die Fidesz-Partei haben seit ihrer Wahl 2010 die Medien Ungarns strukturell unter ihre Kontrolle gebracht. Journalisten sollen „ausgewogen berichten“ und die „menschliche Würde“ nicht verletzen – schwammige Formulierungen, die zu Selbstzensur [die Medien müssen sich selbst dazu zwingen, ihre Inhalte sehr genau zu überprüfen, Anm. d. Red.]  führen. (https://www.reporter-ohne-grenzen.de/ungarn/)

Folglich gibt es praktisch keine regierungskritischen Beiträge mehr im Fernsehen.

In Nordkorea wiederum dürfen Handlungen des Machthabers Kim Jong-un nicht kommentiert werden, denn dies führt zu zahlreichen Verboten von Rundfunksendern.

Reporter in China dürfen nur regional berichten. Für landesweite Recherche benötigen sie die Erlaubnis der staatlichen Behörden. Auch wurden schon große ausländische Nachrichtensender wie z.B. CNN oder BBC gesperrt. Ein Beispiel für den staatlichen Umgang mit kritischen Journalismus ist eine Verhaftungswelle im April/ Mai 2014. Journalisten wurden dort unter anderem im Staatsfernsehen vorgeführt.

Diese Länder sind nur einige Beispiele in der globalen Situation der Massenmedien und ihrer Pressefreiheit, die in den meisten Teilen der Welt noch längst nicht so gut ist wie in Deutschland. In einigen Teilen der Welt, so auch in unserer unmittelbaren Nähe in Europa, verschlechtert sie sich momentan sogar wieder.

Für mehr Informationen zu diesem Thema, schaut doch auf der Internetseite von Reporter ohne Grenzen vorbei!

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/

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